Wie kalt war die Antarktis während der letzten Eiszeit?

In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts zusammen mit französischen Partnern Temperaturänderungen in der Antarktis während der letzten Eiszeit neu abgeschätzt. Es zeigte sich anhand von Eisbohrkerndaten und Modellergebnissen, dass sich die Westantarktis deutlich stärker abgekühlt haben muss als die Ostantarktis. Außerdem konnte mit Hilfe dieser Studie neu abgeschätzt werden, wie stark sich die Eisdicke während dieser Zeit in beiden Regionen verändert hat. Die Ergebnisse erschienen vor kurzem in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications.

Citation: Reconciling glacial Antarctic water stable isotopes with ice sheet topography and the isotopic paleothermometer; Martin Werner, Jean Jouzel, Valérie Masson-Delmotte & Gerrit Lohmann; Nature Communicationsvolume 9, Article number: 3537 (2018)

Annual Meeting 2019

Bitte vormerken:

27.+28.2.2019

Ort: GEOMAR, Kiel

NOW OPEN:

COPERNICUS inter-journal special issue of ESSD, CP, and BG.

Paleoclimate data synthesis and analysis of associated uncertainty

 

 

Anstehende Treffen:

WG2 Treffen in Bremen:

"Haus der Wissenschaft"

24.+25.9.2018 (more...)

 

WG3 Treffen in Bonn:

"Universitäts Club Bonn"

12.+13.11.2018 (more...)

Offene Stellen

 

derzeit keine offene Stellen

PalMod - Paleo Modelling

 

PalMod wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und hat als Ziel eine transiente Simulation des letzten Glazialen Interglazialen Zyklus mit komplexen Erdsystemmodellen.

Aktuelle Highlights: PalMod Publikationen

 

Küstenerosion in der Arktis verstärkt die globale Erwärmung

 

[September 2018] 

Der Verlust arktischer Permafrostböden durch die Erosion der Küste könnte künftig zu einer Verstärkung des Treibhauseffekts führen. Das zeigen Untersuchungen von Sedimentproben aus dem ochotskischen Meer an der Ostküste Russlands, die AWI-Wissenschaftler analysiert haben. Ein Verlust von Permafrostböden in dieser Region führte zum Ende der letzten Eiszeit gleich mehrfach zu einer plötzlichen Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre.

zur Pressemitteilung (AWI)

Citation: Winterfeld, M. et al., Deglacial mobilization of pre-aged terrestrial carbon from degrading permafrost. Nat. Commun. 9, 3666 doi: 10.1038/s41467-018-06080-w (2018).

 

Sea level fall during glaciation stabilized atmospheric CO2 by enhanced volcanic degassing

 

[Juli 2017]

Während der letzten 800.000 Jahre zeigten antarktische Temperaturen und atmosphärischer Kohlendioxidgehalt eine im Wesentlichen gleichgerichtete Entwicklung. Doch der Übergang in die letzte Eiszeit verlief anders: Vor ca. 80.000 Jahren sanken die Temperaturen, der Kohlendioxidgehalt aber blieb stabil. Ein internationales Forscherteam unter gemeinsamer Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung hat nun mit Hilfe von Modellrechnungen herausgefunden, dass ein Zusammenspiel aus abfallendem Meeresspiegel und zunehmender Vulkanaktivität zu der Anomalie geführt haben könnte. Die Ergebnisse erscheinen heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications.

Citation: Hasenclever, J. et al. Sea level fall during glaciation stabilized atmospheric CO2 by enhanced volcanic degassing. Nat. Commun. 8, 15867 doi: 10.1038/ncomms15867 (2017).

Alle PalMod Publikationen sind hier zu finden.